5 Möglichkeiten, eine Automatiktür sicher zu verriegeln
Automatische Schiebetüren sind in vielen öffentlichen Gebäuden und Geschäften zu finden und bieten eine bequeme und sichere Möglichkeit, in und aus Räumen zu gelangen.
Allerdings müssen sie auch sicher verriegelt werden, um das Eindringen von unbefugten Personen oder Tieren zu verhindern. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um einen effektiven Einbruchschutz sicherzustellen? In diesem Artikel werden fünf Möglichkeiten vorgestellt, automatische Schiebetüren sicher zu verriegeln.
1. Elektromechanische, bistabile Verriegelung
Um das volle Potenzial von Automatiktüren zu entfalten, ist es empfehlenswert, jede automatische Türlösung mit einer elektromechanischen Verriegelung auszustatten. Automatische Türen gibt es in verschiedenen Ausführungsvarianten. Durch eine elektromechanische, bistabile Verriegelung wird das Aufschieben der Türflügel von außen verhindert und die Einbruchsgefahr gebannt. Das Verriegelungssystem kann sowohl an einflügeligen als auch an zweiflügeligen Schiebetüren eingesetzt werden. Diese robuste Verriegelung funktioniert auch im Falle eines Stromausfalls.
2. Elektromechnanische Mehrpunktverriegelung an Schiebetüren
Diese wird mittels einer Stangenverriegelung an der Tür umgesetzt. Vom Antrieb aus werden robuste Sicherheitsbolzen in die Fahrflügel eingebracht, um die Stange nach unten zu drücken. Diese Stange verriegelt unten in einer Edelstahlbodenhülse. Die Entriegelung der elektromechanischen Mehrpunktverriegelung erfolgt über ein integriertes Federsystem. Wichtig: Auch bei Stromausfall bleibt die Tür zuverlässig verriegelt und geschlossen. Nicht für Türen im Fluchtweg.
3. Haken-Schwenkriegelschloss für zusätzliche Sicherheit
Für das Extra an Sicherheit bei komplexen Schiebetürsystemen (Frame und RC2) sorgt ein innovatives Haken-Schwenkriegelschloss. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche mechanische Verriegelung, die direkt im Fahrflügel der Schiebetür integriert wird. Über das Hakenschloss werden die beiden Fahrflügel miteinander verriegelt. Der Profilzylinder des Schlosses kann hierbei je nach Bedarf einseitig oder durchschließend sein. Für maximal erhöhte Sicherheit können auch zwei Verriegelungspunkte installiert werden.
4. Bodenschloss-Verriegelung für effektiven Einbruchschutz
Das bewährte Bodenschloss sorgt bei Schiebetüren, Drehflügeltüren und bei Karusselltüren für einen effektiven Einbruchschutz. Bei der Verriegelung mit Bodenschloss wird das zusätzliche Schloss am Sockelprofil der automatischen Tür aufgesetzt und dient damit als weitere, mechanische Verriegelung im Fußbodenbereich. Der Profilzylinder kann auch bei diesem Schloss entweder einseitig oder durchschließend gewählt werden.
5. Für höchste Sicherheitsansprüche: Einbruchschutz gemäß Klasse RC 2
Einbruchgeschütze Schiebetürsysteme, die nach Resistance Class 2 (früher Widerstandsklasse WK 2) zertifiziert sind, bieten einen umfassenden Kombinationsschutz aus mehreren bewährten Sicherheitskomponenten. Zur Klassifizierung eines Einbruchschutzes nach RC 2 muss die Türlösung mit diesen Sicherheitselementen ausgestattet sein:
- Zweifache mechanische Verriegelung, die direkt im Fahrflügel integriert ist. Über robuste Hakenschlösser werden die beiden Fahrflügel miteinander verriegelt. Der Profilzylinder der Türen kann einseitig oder durchschließend sein.
- Zusätzliche Winkel an der Nebenschließkante, die das Aufhebeln der Fahrflügel an der Nebenschließkante erschweren.
- Einbau eines „Einfahrpucks“ an der Hauptschließkante im Fußbodenbereich, durch den die stabile Verriegelung der geschlossenen Tür verstärkt wird. Der Einfahrpuck verhindert das Aufdrücken der Fahrflügel effizient, das Aushebeln der Fahrflügel wird außerdem durch einen Aushebelschutz an der Oberkante der Fahrflügel verhindert.
- Verstärkte vertikale Flügelprofile und der Einsatz von solidem P4A-Glas runden das funktionale Sicherheitssystem ab.
Kontaktieren Sie uns zu den möglichen Verriegelungsoptionen, die für Ihr Gebäude bestehen. Wir planen mit Ihnen gemeinsam eine passende Sicherheitslösung für Ihre individuelle Eingangssituation.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Verriegelung ist für ein Geschäftslokal in Österreich am sichersten?
Für Geschäftslokale empfehlen wir eine Mehrpunkt- oder Hakenfallenverriegelung. Die greift an mehreren Punkten gleichzeitig und erschwert das Aufhebeln deutlich. In Kombination mit einer Versicherungsanforderung der österreichischen Versicherer (Klasse RC2 oder höher) ist das die solide Standardvariante – beispielsweise im Einzelhandel in Wien oder Linz.
Darf eine Automatiktür im Fluchtweg überhaupt verriegelt werden?
Ja, aber nur, wenn sie sich im Notfall sofort öffnen lässt. Maßgeblich ist die ÖNORM EN 16005 sowie die EN 179 bzw. EN 1125 für Fluchttürbeschläge. Die Verriegelung muss bei Stromausfall oder Brandalarm freigeben. Wir prüfen das bei jeder Inbetriebnahme – im Zweifel hilft unser Service unter 0800 900 990 weiter.
Wer darf eine Türverriegelung in Österreich einbauen oder warten?
Einbau und Wartung gehören in die Hand eines befugten Fachbetriebs. Bei Automatiktüren regelt das die ÖNORM EN 16005 – die Anlage muss von einer fachkundigen Person abgenommen und mindestens einmal jährlich geprüft werden. Unsere Techniker:innen sind zertifiziert und österreichweit unterwegs, vom Bodensee bis ins Burgenland.
Was kostet die Nachrüstung einer Verriegelung an einer bestehenden Schiebetür?
Die Kosten variieren je nach Türtyp, Verriegelungsart und Aufwand für die Verkabelung. Eine einfache elektromechanische Lösung ist deutlich günstiger als eine Mehrpunktverriegelung mit Notstromversorgung. Wir machen ein kostenloses Vor-Ort-Service-Angebot und zeigen, ob sich Nachrüsten oder Tausch eher rechnet.
Aktualisiert am 20.08.2026